Unser nächstes Konzert:

Paris/Roma: Amour/Odio

Vokal- und Instrumentalwerke von Michel Pignolet de Montéclair, François Couperin, Louis-Nicolas Clérambault, Alessandro Scarlatti, Georg Friedrich Händel

Ambroisine Bré _ Mezzosopran
LES TALENS LYRIQUES
Christophe Rousset _ Leitung

 

Die Kantate, in der sich die Dramaturgie der Oper mit der intimen und zugleich avantgardistischen Ästhetik der Kammermusik in einer prägnan­ten Form verbindet, erlebte ihre Blütezeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das sozusagen spiegelbildlich zusammen­gestellte Programm lädt dazu ein, die stilistischen Entwicklungen in Frankreich und Italien zu vergleichen, wo die grössten Meister dieses Genres die universellen Freuden und Leiden der Liebe in Musik malten. Auf der einen Seite stehen die Pariser Salons, aus denen zwei Kan­taten für Sopran, ein oder zwei instrumentale Oberstimmen und Basso continuo erklingen: In «Le Dépit généreux» von Michel Pignolet de Montéclair (1667–1737) wird die Trauer einer Frau geschildert, die von ihrem untreuen Geliebten verlassen wurde, und in «Léandre et Héro» von Louis Nicolas Clerambault (1676–1749) ist eine wahre lyrische ­Tragödie mit dem üblichen Sturm, göttlichen Interventionen und schliesslich der glücklichen Wiedervereinigung der beiden namensgebenden ­Figuren dargestellt.
Auf der anderen Seite steht die Welt der Akademie der Arcadia mit ­ihrem ästhetischen Ideal der Einfachheit, der Natürlichkeit, frei von jeglicher Emphase: Alessandro Scarlatti (1660–1725) gilt als einer ihrer talentiertesten Vertreter und er komponierte mehrere hundert Kantaten, darunter «Appena chiudo gl’occhi» und «Quella pace gradita», die sich beide den Schmerzen der Abwesenheit mit einer seltenen Ausdrucksintensität annehmen.
Triosonaten von Couperin und Händel – der während seines Aufenthalts in Rom zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit Scarlatti und anderen Mitgliedern der Arcadia zusammentraf – untermalen ­diese Werke und runden die diptychonartige Reise von Paris nach Rom auf beglückende Weise ab.

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