Verehrte Freunde der Alten Musik,
geschätzte Gäste in unseren Konzerten,

die Freunde Alter Musik in Basel stellen ihre 80. Saison vor! Kein rundes Jubiläum, aber doch ein Moment, um an den Beginn am ­30. November 1942 mit dem ersten «Werbekonzert» des neuen Vereins im Vortragssaal des Basler Kunstmuseums zu erinnern. Schon damals stand französische Barockmusik auf dem Programm, die uns auch in zwei Konzerten dieser Saison intensiv begegnen wird.

Konzerte der Saison 2022/2023
Unsere Programmplanung orientiert sich wie stets an den Künstlern (etabliert einerseits und vielversprechend/jung andererseits), am Repertoire (bekannt und unbekannt, aus unterschiedlichen Epochen) sowie am Bemühen um besondere Erlebnisse ausserhalb des Mainstreams der Alten Musik. Wir sind überzeugt, Ihnen auch in dieser Saison eine anregende Mischung aus vertrauten Klängen und neuen Erfahrungen und Einsichten bieten zu können.

Die Saison startet Ende Oktober mit einem Konzert des ORCHESTERS AD ASTRA DER SCHOLA CANTORUM BASILIENSIS unter der Leitung von Leila Schayegh, das die 300. Wiederkehr des Geburtstags von Pietro Nardini zum Anlass nimmt, wenig gespieltes Repertoire aus den 1760er und 1770er Jahren zu erkunden. Dem wird jedoch eine Sinfonie von W. A. Mozart aus demselben Zeitraum gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede europäischer Entwicklungen auf dem Weg zur reifen Klassik hörbar zu machen.

Das Konzert 2 bringt virtuose und meist wenig bekannte neapolitanische Blockflötenwerke zu Gehör, dargebracht von Andreas Böhlen, seit 2021 Professor für Blockflöte an der Schola Cantorum Basiliensis, mit dem exquisiten Ensemble COMPAGNIA TRANSALPINA.

Das dritte Konzert weist ganz besondere Bezüge zu Basel auf. Das ­spezialisierte Gesangsensemble CAPPELLA PRATENSIS unter der Leitung von Stratton Bull trägt, in historischer Manier um ein Chorpult gruppiert, eine der grössten und letzten Messen von Jakob Obrecht vor, die in Basel (vermutlich 1507) gedruckt wurde. Ein seltenes und gleichzeitig herausragendes Zeugnis der Musikproduktion aus der Druckerstadt am Rhein.

Im vierten Konzert wagen wir ein Experiment, sowohl in der Präsentation wie hinsichtlich des Repertoires. Drei musikalische Exponenten aus dem Umkreis der Schola Cantorum Basiliensis, Viva Biancaluna Biffi, ­Giovanna Baviera und Ulrich Messthaler gestalten gemeinsam einen Abend mit Gesangswerken, vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, zu denen sie sich selbst instrumental begleiten, auf der Fidel, der Viola da gamba und dem Klavier. Musik dieser Art wurde in früheren Zeiten meist im kleinen Kreis präsentiert. Wir versuchen dieser intimen Stimmung im Münstersaal des Bischofshofs zumindest nahe zu kommen.

Das Konzert 5 bringt uns unbekannte Werke eines bekannten Kom­ponisten näher. Lodovico Viadana ist musikhistorisch als einer der ­frühesten Vertreter der neuen italienischen Basso continuo-Praxis um 1600 bekannt. Sein Monodien-Druck von 1614 wurde aber bisher noch kaum beachtet und aufgeführt. THE VIADANA COLLECTIVE unter der künstlerischen Leitung von Maximilien Brisson wirft ein helles Licht auf diese wertvolle Musik.

Im sechsten Konzert haben wir bei den FAMB erstmals das renommierte französische Ensemble LES TALENS LYRIQUES unter Christophe Rousset zu Gast. Gemeinsam mit der Sängerin Ambroisine Bré präsentieren sie ein Programm mit französischen Barockkanteten, denen Werke Neapolitaner Herkunft gegenübergestellt werden. Musik um 1700 mit grossen Ausdruckwerten aus ganz unterschiedlichen musikalischen Welten.
Die Sonderkonzerte im Grossen Saal der Musik-Akademie Basel stellen auch in dieser Saison erfolgreiche junge Musiker:innen aus der ­Schmiede der Schola Cantorum Basiliensis vor. Im ersten präsentiert das Ensemble LE SOMMEIL mit der Sängerin Margarita Slepakova französische ­Barockkantaten, ein ebenso faszinierendes wie klangschönes und subtiles Repertoire. Im zweiten nimmt sich die Gruppe GALANT SEASONS kammermusikalisches Repertoire aus dem elitären Musikerkreis um Friedrich den Grossen vor, ein Repertoire für Kenner und Liebhaber(:innen), das Sie in den Genuss selten gehörter Kostbarkeiten bringt.

Die FAMB wären sehr erfreut, Sie als geschätzte bisherige oder sehr willkommene neue Abonnentinnen und Abonnenten in der Saison 2022/2023 begrüssen zu dürfen und wir empfangen Sie auch gerne als spontane Besucherinnen und Besucher unserer Konzerte.

Alte Musik lebt und belebt! – Hoffentlich konnten wir Ihre Neugier wecken.

Prof. Dr. Thomas Drescher
Künstlerischer Leiter

 

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