Es finden zwei Vorstellungen statt, um 17 Uhr und um 19.30 Uhr. DIe Vorstellung um 19.30 Uhr wird auch als Live-Streaming übertragen.
Hinweise s.u.

Unser nächstes Konzert:

Il Ciarlatano

Dramma Giocoso | Vorstellung 2 und 3

von Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736)

ARTHOUSE 17

Livietta – Laura Orueta _ Mezzosopran
Tracollo – Dietrich Henschel _ Bariton
Faccenda – Adrian Schvarzstein _ Schauspieler und Regie
Fulvia _ Thomas Höft _ Schauspieler
Factotum – Didac Cano _ Akrobat

Lidewij van der Voort _ Violino I
Zohar Alon-Shner _ Violino II
Barbara Konrad _ Viola
Lúcia Krommer _ Violoncello
Georg Kroneis _ Violone & Barockgitarre
Hiram Santos _ Percussion und Fagotto
Michael Hell _ Cembalo, Flautino und musikalische Leitung

Hinweis zum Live-Streaming:

Aufgrund der geltenden Beschränkungen kann dieses Konzert nur mit 50 Personen im Publikum stattfinden (nur 50 Abonnentinnen und Abonnenten können zum Konzert zugelassen werden). Wir bieten am 25. Mai um 19.30 Uhr ein qualitativ hochwertiges Live-Streaming an, für das wir Ihnen gerne eine Teilnahme ermöglichen.

Falls Sie interessiert sind, überweisen Sie bitte bis spätestens 25. Mai 2021 einen Beitrag von CHF 20.- (Mindestbetrag pro Person) auf folgendes Konto: PostFinance 40-16145-7 // IBAN: CH79 0900 0000 4001 6145 7 // BIC POFICHBEXXX

Nach Eingang der Zahlung erhalten Sie den Link zum Einwählen in das Streaming zeitnah vor dem Konzert per Mail zugesandt. Bitte teilen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit: info@famb.ch

 

Als Giovanni Pergolesi seine grosse Oper »Adriano in Siria» am 25. Oktober 1734 im Teatro San Bartolomeo in Neapel zur Uraufführung brachte, war das ernste Stück ein rechter Misserfolg. Allerdings hatte der Komponist, so wie es damalsen, und das wurde zum Triumph. Alle Welt redete nur noch von «La contadina astuta», und nicht mehr von der grossen S in Neapel üblich war, für die Pausen der Aufführung ein zweiteiliges, heiteres Intermezzo geschrieberia drumherum. Operncompagnien reisten quer durch Europa mit dem Meisterwerk, das immer neue Titel bekam, zum Schluss auch «Il Ciarlatano», «Der Scharlatan». Innovation war der Schlüssel zum Erfolg, denn mit «ll Ciarlatano» gelang Pergolesi etwas ganz Besonderes: auf der Opernbühne tummelten sich plötzlich nicht mehr Helden und Heroen, sondern ganz einfache Leute. Die gab es zwar auch vorher schon, aber vor allem als peinliche oder grobe Figuren, über die man sich trefflich lustig machte. Das ist bei «ll Ciarlatano» ganz anders. Denn Livietta, das Mädchen vom Lande, das nun die Hauptrolle spielt, ist nicht nur sehr sympathisch, sondern eben auch ausgesprochen klug und geschickt.
Die Produktion unter Adrian Schvarzstein und Michael Hell bringt mit Elementen des Strassentheaters und der Commedia dell’Arte das Stück ganz nah zum heutigen Publikum. Stellen wir uns eine ebenso engagierte wie in prekären Verhältnissen arbeitende Wandertheatergruppe aus den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vor. Eigentlich wollten sie «Adriano in Siria» vor einem grossen Publikum in einer spektakulären Show präsentieren, aber die ökonomischen Verhältnisse haben sie arg gebeutelt: fast das ganze Team ist ihnen inzwischen abhanden gekommen, wie die meisten Kostüme und Kulissen. Doch mit ihrem Enthusiasmus machen die Verbliebenen alle Probleme wett und entscheiden sich schliesslich, «Il Ciarlatano» zu geben. Doch das kann nur mit der tatkräftigen Unterstützung des Publikums gelingen …
 
Thomas Höft

www.scharlatan.weebly.com

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