Unser nächstes Konzert:

Meister des Kontrapunkts

Das Goldene Zeitalter des Gambenconsorts

Philippe Pierlot _ Diskant- und Bassgambe
Lixsiana Fernández _ Tenorgambe
Lorenz Duftschmid _ Bassgambe

 

Bevor das Streichquartett mit Instrumenten der Violinfamilie zur Königsgattung der Kammermusik wurde, herrschte in weiten Teilen Europas die Viola da gamba bzw. das mehrstimmige Gambenconsort. Die Anfänge dieser wichtigen instrumentalen Formation sind um 1500 nachzuweisen. Treiber der Entwicklung scheinen jüdische Musiker gewesen zu sein, die nach 1492 von der iberischen Halbinsel vertrieben wurden und in Italien sowie in nordalpinen Ländern ihr Unterkommen fanden. Bereits im frühen 16. Jahrhundert gelangte eine Gruppe dieser Spieler nach England an den Hof Heinrichs VIII. und entfaltete dort nachhaltige Wirkung. England wurde so zu einem Zentrum des Gambenspiels und vor allem des Consortrepertoires, das an Vielfältigkeit und kompositorischer Komplexität den Vergleich zum späteren Streichquartett nicht zu scheuen braucht.

Ausgehend von drei Instrumentengrössen (Diskant, Alt/Tenor, Bass) entstanden die vielfältigsten Kompositionen in unterschiedlichen Besetzungsgrössen und Genres. Dazu gehören frühe instrumentale Formen wie das Recercar, die Fantasie oder Tanzformen ebenso wie vokale Vorlagen aus dem geistlichen wie weltlichen Bereich, die für die Instrumente «intabuliert» wurden, oder als Ausgangsmaterial für rein instrumentale Werke Verwendung fanden. Der vorherrschende imitative Kontrapunkt (später lebte er vor allem in der «Fuge» weiter) bildete das Zentrum der Kompositionskunst.

Diese komplexen Zusammenhänge spiegeln sich im Consortprogramm von HESPÈRION XXI wider, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf den englischen Werken. Wir erleben einen Querschnitt dieser einzigartigen instrumentalen Kultur Europas, verdichtet in einem Programm von gut einer Stunde.

HESPÈRION XXI mit seinem Leiter Jordi Savall hat seinen Ursprung an der Schola Cantorum Basiliensis. Wir freuen uns, eines der berühmtesten Ensembles der Alten Musik mit seinem ebenso ikonischen Leiter nach langer Zeit wieder einmal in seiner früheren künstlerischen Heimat begrüssen zu dürfen.

Thomas Drescher

 

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