01.12.2020

Napoli und Venezia – zwei Kreativorte der Musik

Programmzeitung Dezember 2020
von Christian Fluri

Die Saison 2020/21 der Freunde Alter Musik Basel hat einen schwierigen Start.

Die Corona-Einschränkungen, die verlangen, dass Konzerte nur vor 50 Besucherinnen und Besuchern stattfinden dürfen, treffen auch die Freunde Alter Musik Basel (FAMB). Die Konzertreihe, deren künstlerischer Kopf Thomas Drescher, Leiter der Schola Cantorum Basiliensis, ist, musste den Beginn der Saison 2020/21 auf Dezember verschieben. So konnten im Oktober und November die Konzerte nachgeholt werden, die im vergangenen Frühjahr wegen des Lockdowns verschoben werden mussten. Die beiden Extrakonzerte im Dezember und Januar finden je nur einmal statt. Nur 50 der insgesamt 300 Abonnentinnen und Abonnenten sind zugelassen. Wer kein Ticket ergattern konnte, erhält einen Link zum Live-Streaming: Aufnahme und Ton in höchster Qualität sind garantiert. Das Konzert 1 im Januar wird zwei Mal gespielt, einmal am Nachmittag, einmal am Abend. Auch hier steht für alle, die aufgrund der Personenanzahl nicht teilnehmen dürfen, ein professionelles Live-Streaming zur Verfügung, wie die FAMB schreiben. Sobald die Bestimmungen wieder gelockert werden, kehren die FAMB zum normalen Konzertbetrieb mit entsprechenden Schutzkonzepten zurück.

Barock und Mittelalter in Italien.

Die allesamt exzellenten Ensembles bestehen aus Alumni und Studierenden der Schola Cantorum Basiliensis, dem renommierten Basler Institut für Alte Musik an der Hochschule für Musik FHNW, und aus Musikerinnen und Musikern, die mit der Schola in enger Verbindung stehen und sich in ihrer historisch informierten Spielweise auf der Höhe der Zeit bewegen. Ein Schwerpunkt der Saison 2020/21 liegt auf der barocken und mittelalterlichen Musik Italiens. Das erste Extrakonzert wie das erste Abo-Konzert präsentieren barocke Werke aus Neapel, der süditalienischen Metropole, die im 17. Jahrhundert vier Konservatorien besass: Das Ensemble Musica Amici widmet sich Werken, in denen das Violoncello im Zentrum steht. Und das Trio mit Eva Saladin (Violine), Daniel Rosin (Violoncello) und Johannes Keller (Cembalo) stellt wenig bekannte Kostbarkeiten für Violine und Basso continuo vor. Im Mai 2021 erfreut die Compagnia La Baldaracca mit einer der vielen neapolitanischen Opern in einer szenischen Version: mit Giovanni Battista Pergolesis Dramma giocoso „Il Ciarlatano“. Dann geht die Reise nach Venezia mit geistlicher Musik, interpretiert von Studierenden der Schola. Schola-Professorin und Sopranistin Ulrika Hofbauer, die Sopranistin Jessica Jans und das Capricornus Consort Basel machen einen „passo italiano“ – mit Arien mit italienischer Verzierungskunst von österreichischen und deutschen Komponisten zwischen Spätbarock und Klassik. Und das Ensemble La Reverdie führt uns ins Spätmittelalter mit Balladen und Madrigalen des 14. Jahrhunderts vom Florentiner Komponisten Francesco Landini.

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