Ensemble L'ACHÉRON

In der griechischen Mythologie ist Acheron der Fluss, den Orpheus überquert, um Eurydike aus der Unterwelt zu befreien. Wie der Ensemblename andeutet, möchte L’Achéron ebenfalls einen Pfad zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Welten öffnen: zwischen jener der Lebenden und jener der Toten, der der Vergangenheit und der der Gegenwart, der von Idealismus und der von Realität.

Das 2009 von François Joubert-Caillet gegründete Ensemble besteht aus jungen Musikern mit äusserst unterschiedlichen Hintergründen, die alle an den besten Hochschulen für Alte Musik studiert haben (Schola Cantorum Basiliensis, den Nationalen Konservatorien Paris und Lyon, den Königlichen Konservatorien Brüssel und Den Haag, usw.). Einige dieser Musiker verfügen über weitere künstlerisch-artistische Begabungen: Schauspiel, Theaterregie, zeitgenössischer wie Renaissance- und Barocktanz, Schriftstellerei, Malerei, Improvisation, Puppenspiel, Instrumentenbau und Soundmixing gehören zur Palette der Vorlieben, die sich in der Gruppe wiederfinden.

L’Achéron versucht, die Beziehungen zwischen Musikern und ihrem Publikum zu stärken, indem das Ensemble sich bemüht, Alte Musik zugänglich zu machen ohne sie zu entstellen, indem es vielmehr – im Gegenteil – der Vielfalt von Musikinstrumenten und Gattungen in Renaissance und Barock nachforscht. Mit der Umsetzung der zahlreichen Nuancen dieser reichhaltigen und dynamischen Musik nimmt L’Achéron die Hörer auf eine Reise durch die Zeit, auf der vergangene Sinneswahrnehmungen wieder lebendig werden.

Ursprünglich war L’Achéron ein Gambenconsort, das seit 2013 in Kooperation mit dem Instrumentenbauer Arnaud Giral an der Konstruktion einer typisch englischen Consortbesetzung arbeitet. Bislang wurden fünf Instrumente ins Dasein gerufen, die dem Consort eine einzigartige Klangverschmelzung und harmonische Tiefe verleihen. Ein Virginal und ein Orgelpositiv werden in Kürze hinzutreten…

Das Ensemble arbeitet häufig mit Künstlern anderer Stilrichtungen: Für das Programm L’Orgue du Sultan, das eine Begegnung elisabethanischer und ottomanischer Musik inszeniert, arbeitet L’Achéron zusammen mit dem Ensemble Sultan Veled, für Lachrimæ Lyræ mit dem Meister der griechischen Lyra Sokratis Sinopoulos. L’Achéron ist auch am Projekt Gilgamesh Epopee von Zad Moultaka und an einer Albumproduktion elektronischer Musik mit DJ Marc Romboy and Tamar Halperin beteiligt.

L’Achéron hat seinen Sitz in Nancy (Frankreich) und ist regelmässig zu Gast an europäischen Festivals und in Konzertreihen, wie den Festivals von Saintes, Sablé und Royaumont, dem Auditorium du Louvre, dem Arsenal de Metz, den Tagen Alter Musik Regensburg, dem Festival Bach de Lausanne, dem Concertgebouw Brügge, dem Festival Oude Muziek Utrecht, der Warsaw Philharmonie, etc.

Seine Einspielungen nimmt L’Achéron für Ricercar – Outhere vor. Bisher erschienen sind: The Fruit of Love mit Musik von Anthony Holborne, die Ludi Musici von Samuel Scheidt (die den Diapason d’Or gewannen), Johann Caspar Kerlls Requiem gemeinsam mit dem Ensemble Vox Luminis, Ouvertures von Johann Bernhard Bach (die den Echo Klassik gewannen), die Pièces Favorites von Marin Marais mit denen François Joubert-Caillet begann, die Gesamteinspielung der Pièces de Viole vorzunehmen (das Première und Deuxième Livre de Piéces de Viole erhielten den Diapason d’Or und den Choc de Classica). Am 10. April erscheint die CD A Consort's Monument. Das Programm wird im FAMB-Konzert am 23. April 2020 um 19.30 Uhr in der Peterskirche präsentiert.

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