Freunde Alter Musik Basel

Londres à la mode italienne

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09. Nov
2019
Sa _ 20:15 Uhr
Peterskirche Basel

Saison 2019/2020

Verehrte Freunde der Alten Musik,
geschätzte Gäste in unseren Konzerten,

wir gehen in die 77. Saison unseres Konzertvereins und spüren, dass T­radition nicht nur verpflichtet, sondern auch mit einem besonderen Privileg ­einhergeht, ein Privileg für den Veranstalter wie für...

Unser nächstes Konzert:
Samstag, 9. November 2019 - 20:15

Londres à la mode italienne

Concerti grossi von Charles Avison, Francesco Geminiani, Georg Friedrich Händel u. a.

Céline Frisch _ Cembalo
Pablo Valetti _ Violine und Konzertmeister
Mauro Lopez, Margherita Pupulin,
Lisa Ferguson, Catherine Van de Geest,
Peter Biely, Guadalupe Del Moral
_ Violine
Patricia Gagnon, Lucie Uzzeni _ Viola
Balazs Mate, Etienne Mangot _ Violoncello
Davide Nava _ Kontrabass
Carles Cristobal _ Fagott

 

20-jähriges Jubiläum

In der Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Italiener die Stars der ­europäischen Musikwelt, ganz besonders in London. Das Programm des heutigen Abends kombiniert Werke von drei Komponisten, einem Italiener, einem Deutschen und einem Engländer, die in ihrer je eigenen Art dieses Phänomen bezeugen.
Als Meister des italienischen Stiles, den er sich anlässlich seines in ­jungen Jahren erlebten Rom-Aufenthalts angeeignet hatte, wo er mit Corelli, Alessandro und Domenico Scarlatti Umgang pflegte, wurde Händel nach 1720 zur bedeutendsten Figur der Londoner Musikszene. Als Leiter der Royal Academy of Music widmete er sich hauptsächlich der Opernkomposition, vernachlässigte deswegen aber nicht die ­Instrumentalmusik. 1740 erschienen seine «Twelve Grand Concertos of seven parts», die später als Opus 6 publiziert wurden. Ursprünglich als Intermedien für Oratorien und andere Vokalwerke gedacht, ­umfassen sie eine grosse Vielfalt von Stilen.
Sein Zeitgenosse Francesco Geminiani, ein bedeutender italienischer Komponist und Violinvirtuose, der in London lebte, hatte ebenfalls bei Alessandro Scarlatti studiert und später in Rom bei Arcangelo Corelli. Einer damals sehr verbreiteten Mode entsprechend, schrieb er eines der bekanntesten Werke seines Lehrers für Orchester um, nämlich die Sammlung von Violinsonaten Opus 5, darunter die berühmte Follia, die in diesem Konzert erklingen wird. Seine Concerti grossi Opus 7 verbinden die kühnsten mit den klassischen Elementen des Concerto grosso von ­Corelli.
Der weniger berühmte Charles Avison, Schüler von Geminiani, ist durch­ seinen «Essay on Musical Expression» von 1752 bekannt ­ge­worden und vor allem durch seine brillanten Transkriptionen der Cembalo-­Sonaten von Domenico Scarlatti. Ausgehend von verschiedenen ­Sonaten der Esercizi Musicali komponierte er viersätzige ­Concerti grossi.

www.cafe-zimmermann.com

Peterskirche Basel
Peterskirchplatz 7
4051 Basel
Schweiz

Pressestimmen

London – pulsierend und italienisch

Programmzeitung, 29.10.2019

Londres à la mode italienne

Von Christian Fluri

Das Ensemble Café Zimmermann feiert bei den Freunden Alter Musik Basel.
Die Freunde Alter Musik Basel (FAMB), der mit der Schola Cantorum Basiliensis und deren Forschung verknüpfte Konzertverein, bestreiten bereits ihre 77. Saison. Zum nächsten Konzert haben sie eines der berühmtesten, versiertesten Barock-Ensembles eingeladen: Café Zimmermann, benannt nach dem legendären Kaffeehaus in Leipzig, der Heimstätte des zuerst von Telemann und dann von Bach geleiteten Collegium Musicum. Gegründet wurde das in Aix-en-Provence beheimatete Ensemble von der Cembalistin Céline Frisch und dem Violinisten Pablo Valetti. Es wird eine Freude sein, zu hören, wie die Musizierenden tänzerische Leichtigkeit, musikalische Durchdringung und berührenden Ausdruck mit höchster stilistischer Kompetenz zu verbinden wissen.

Von Christian Flurie

Das Ensemble Café Zimmermann feiert bei den Freunden Alter Musik Basel.
Die Freunde Alter Musik Basel (FAMB), der mit der Schola Cantorum Basi liensis und deren Forschung verknüpfte Konzertverein, bestreiten be-reits ihre 77. Saison. Zum nächsten Konzert haben sie eines der berühmtesten, versiertesten Barock-Ensembles eingeladen: Café Zimmermann, benannt nach dem legendären Kaffeehaus in Leipzig, der Heimstätte des zuerst von Telemann und dann von Bach geleiteten Collegium Musicum. Gegründet wurde das in Aix-en-Provence beheimatete Ensemble von der Cembalistin Céline Frisch und dem Violinisten Pablo Valetti. Es wird eine Freude sein, zu hören, wie die Musizierenden tänzerische Leichtigkeit, musikalische Durchdringung und berührenden Ausdruck mit höchster stilistischer Kompetenz zu verbinden wissen.

Zu seinem 20. Geburtstag lässt Café Zimmermann die barocke Musikstadt London neu aufleben, die sich ab 1700 ganz dem italienischen Stil verschrieb. Arcangelo Corellis Triosonaten und seine Concerti grossi wurden hier zu wahren Hits, zu «musikalischen Leitbildern», wie Thomas Drescher, Leiter der Schola und künstlerischer Leiter der FAMB, erwähnt. Georg Friedrich Händel, der 1713 nach London übersiedelte und seinem Hannove-raner Dienstherrn, «der dort 1714 als König Georg I. inthronisiert wurde», voraus reiste, studierte unter anderem bei Corelli und entwickelte sich zum Meister des Concerto grosso. Fast zur gleichen Zeit kam Francesco Geminiani nach London, auch er galt dort als Schüler und Botschafter Corellis.

Perlen der Alten Musik.
Das Ensemble Café Zimmermann erfreut das Basler Publikum einmal mit Geminianis Concerti I in D-Dur und VI in B-Dur sowie der berühmten ‹Follia› Corellis, orchestriert und ediert von Geminiani; dann mit Händels Concerto grosso II in F-dur und zwei Concerti des Engländers Charles Avison: Bearbeitungen von Cembalostücken Domenico Scarlattis, dessen Musik in London ebenso begeistert aufgenommen wurde wie jene Corellis.Darüber hinaus bietet die 77. Saison der traditionsreichen FAMB, die sich stets auf der Höhe der Zeit, der gegenwärtigen Forschungsergebnisse be-wegt, noch weitere Perlen. So ist etwa Musik der Lullisten zu hören, das heisst: von im französischen Stil komponierenden Deutschen im ausgehenden 17. Jahrhundert. Ausserdem Bachs tief berührender ‹Actus Tragicus› und andere frühe Kantaten, eine Feier zu Barbara Strozzis 400. Geburtstag und eine Reise ins englische Mittelalter.

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Saison 2019/2020

Verehrte Freunde der Alten Musik,
geschätzte Gäste in unseren Konzerten,

wir gehen in die 77. Saison unseres Konzertvereins und spüren, dass T­radition nicht nur verpflichtet, sondern auch mit einem besonderen Privileg ­einhergeht, ein Privileg für den Veranstalter wie für...