Die Schola Cantorum Basiliensis begibt sich auf eine klingende Spurensuche: Während des Herbstsemesters 2026/2027 konzentriert sich der Unterricht auf aufführungspraktische Aspekte der Musik von Ludwig van Beethoven.
Den Auftakt bildet am 19. September im Don Bosco die Chorfantasie op. 80, interpretiert von Studierenden der SCB und des Instituts Klassik HSM Basel. Von Oktober bis Dezember folgen Beethoven-Akademien mit Vorträgen renommierter Wissenschaftler:innen. Musikalische Beiträge von Studierenden umrahmen die Abende; ein anschliessender Apéro lädt das Publikum zum Austausch mit den Mitwirkenden ein.
Höhepunkt ist das Konzert der Freunde Alter Musik Basel vom 15. Januar 2027 mit der Aufführung der 9. Symphonie op. 125, in Anlehnung an das originale Konzertprogramm ihrer Erstaufführung im Jahr 1824. Beethoven kombinierte die Symphonie mit Auszügen aus der Missa solemnis op. 123 und der Ouvertüre «Die Weihe des Hauses» op. 124. Gemeinsam mit dem Institut Klassik der Hochschule für Musik Basel, der Chorakademie Freiburg und der Juilliard School New York entsteht ein internationales Projekt.
Ein wichtiger Zugang der Schola besteht in historisch verbürgten musikalischen Leitungsmodellen. Dazu gehören etwa kooperative Führungsformen, bei denen sich Konzertmeisterin und Kapellmeister die künstlerische Leitung teilen und durch weitere funktionale Rollen ergänzt werden. Hinzu kommen Proben in Quartettbesetzung sowie der Einbezug von Knabenstimmen im Chor usw.
Begleitend erscheint eine eigens konzipierte Zeitung (viermal), die zur Vertiefung und weiterführenden Lektüre einlädt. Interessierte können sie abonnieren: beethoven@mab-bs.ch
Mit freundlicher Unterstützung der
Claudine und Hans-Heiner Zaeslin-Bustany-Stiftung
