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SETE LÁGRIMAS

Gegründet 1999 in Lissabon von Filipe Faria und Sérgio Peixoto, trägt das Ensemble Sete Lágrimas ECMC – Early and Contemporary Music Consort seinen Namen nach der Sammlung von Tänzen Lachrimæ, or Seaven Teares des Renaissancekomponisten John Dowland (1563–1626), veröffentlicht 1604 von John Windet zu einer Zeit, als Dowland als Lautenist im Dienst des dänischen Königs Christian IV. (1577–1648) stand.

Dem Dialog zwischen Alter Musik und zeitgenössischer künstlerischer Praxis sowie zwischen Kunstmusik und weltlichen Traditionen verpflichtet, entwickelt das Konsort konzeptionelle Projekte, die auf musikwissenschaftlicher Forschung und kreativen Prozessen beruhen und unterschiedliche Repertoires, Aufführungspraktiken und Erinnerungskulturen miteinander in Beziehung setzen.

Im Zentrum seiner Arbeit stehen Begegnungen zwischen Tradition und Innovation, historischen Repertoires und neuen Kompositionen sowie zwischen kulturellen Sphären der portugiesischen Diaspora und des Mittelmeerraums. Dabei verbindet das Ensemble historisch informierte Aufführungspraxis mit Offenheit gegenüber anderen künstlerischen Ausdrucksformen.

Seit seiner Gründung entfaltet Sete Lágrimas eine intensive internationale Konzerttätigkeit in ganz Europa und Asien und tritt in bedeutenden Konzertsälen und bei renommierten Festivals auf. Regelmässig arbeitet das Ensemble mit Gastmusikerinnen und -musikern aus unterschiedlichen künstlerischen Kontexten zusammen und bringt Werke zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten zur Uraufführung, von denen viele eigens für das Konsort entstanden sind.

Mit einer Diskografie von 18 Veröffentlichungen – darunter die Reihe Diaspora sowie jüngere Projekte wie BACH, Folia Nova und Projecto Elvas, eine sechsbändige Auseinandersetzung mit dem Cancioneiro de Elvas aus dem 16. Jahrhundert – gilt Sete Lágrimas bei der Kritik als eines der bedeutendsten und innovativsten europäischen Ensembles im Bereich der Alten Musik.