Als „Sängerin des Jahres“ bei den Opus Klassik Awards 2022 ausgezeichnet sowie Preisträgerin des Prix de la Critique 2024 und der Victoires de la Musique zählt die französisch-italienische Mezzosopranistin Lea Desandre zu den inspirierendsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Generation. Ihre aussergewöhnliche Bühnenpräsenz und Musikalität führen sie an die bedeutendsten Opernhäuser und Konzertbühnen der Welt.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025–2026 gehören mehrere neue Opernrollen: die Titelpartie in Händels Theodora auf Tournee mit Jupiter unter der Leitung von Thomas Dunford, Mélisande in einer Neuproduktion von Debussys Pelléas et Mélisande an der Opéra de Monte-Carlo sowie Sesto in Mozarts La clemenza di Tito in einer Neuproduktion am Opernhaus Zürich. Zudem ist sie erneut in einer ihrer Paraderollen als Cherubino in Le nozze di Figaro an der Opéra de Paris zu erleben und übernimmt die Rolle der Despina in Così fan tutte bei den Salzburger Festspielen.
Auch im Konzertbereich ist Lea Desandre präsent, unter anderem gemeinsam mit Thomas Dunford und dem Ensemble Jupiter in verschiedenen Programmen, darunter eine Europatournee anlässlich ihres Albums Songs of Passion (Erato/Warner Classics). Ihre Residenz als „Junge Wilde“ am Konzerthaus Dortmund setzt sie mit einem Liederabend mit Tanguy de Williencourt fort; zudem ist sie in dieser Saison Artist in Residence im Bozar Brüssel.
In den vergangenen Jahren überzeugte sie unter anderem als „vollendete Tragödin“ in der Titelrolle von Charpentiers Médée an der Opéra Garnier, als Idamante in Mozarts Idomeneo, in der Titelrolle von Händels Ariodante, als Rosina in Rossinis Il barbiere di Siviglia, als Dido in Purcells Dido and Aeneas sowie in Partien wie Urbain (Les Huguenots, Meyerbeer), Stéphano (Roméo et Juliette, Gounod), Poppea (Agrippina, Händel) oder in Werken von Rameau.
Seit 2018 ist sie regelmässig bei den Salzburger Festspielen zu Gast, unter anderem in Produktionen wie Hotel Metamorphosis (Vivaldi), Le nozze di Figaro, La clemenza di Tito, Monteverdis L’incoronazione di Poppea sowie in zahlreichen Konzerten.
Ihre besondere Leidenschaft für die Kammermusik und die stilistische Vielfalt ihrer Projekte führten sie auf internationale Konzerttourneen in die USA, nach Kanada, Japan, China, Korea, Australien und in zahlreiche europäische Musikzentren – von der Carnegie Hall und der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles über die Staatsoper Berlin und die Philharmonie de Paris bis zum Festival d’Aix-en-Provence und zur Wigmore Hall in London.
Sie musiziert regelmässig im Duo mit Alexandre Kantorow und Thomas Dunford und arbeitet mit Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, William Christie, Myung-Whun Chung, Joana Mallwitz, Thomas Dunford und Raphaël Pichon sowie mit Regisseuren wie Sir David McVicar, Barrie Kosky, Robert Carsen, Christof Loy, Jetske Mijnssen und Thomas Jolly.
Lea Desandre erhielt ihre Gesangsausbildung in Venedig bei Sara Mingardo. 2015 wurde sie Mitglied von William Christies Le Jardin des Voix, 2016 folgte die Académie des Festivals d’Aix-en-Provence. 2017 wurde sie bei den Victoires de la Musique Classique als „Révélation de l’année“ ausgezeichnet, 2018 erhielt sie den Prix HSBC sowie den Prix des Médias Francophones Publics. Vor ihrer Gesangskarriere war sie zwölf Jahre lang klassisch ausgebildete Tänzerin.
