Der auf La Réunion, Frankreich, geborene Jean-Christophe Dijoux gilt als einer der herausragenden Cembalisten seiner Generation. Er wurde 2014 beim Internationalen Bach-Wettbewerb im Bereich Cembalo mit dem ersten Preis ausgezeichnet und von der Fachpresse für seinen "exquisiten Sinn fü̈r musikalische Linien und (...) subtilen Sinn für rhetorische Gesten" (A. Benson-Wilson) als auch seine "enorme Kontrolle über die Zeit, sowohl in seiner Phrasierung als auch in der subtilen Kunst, die Noten nicht zusammen zu spielen" (B. Lehman), besonders gelobt.
Seine erste Solo-CD, „Varietas“, wurde 2016 veršffentlicht und von der Kritik gewürdigt (z.B. „CD des Monats“ im Record Geijutsu Magazine, Japan); Auszüge aus der CD wurden bei SWR, WDR und France Musique ausgestrahlt. Neben seinem Erfolg in Leipzig erhielt er auch Preise bei mehreren Wettbewerben wie der Telemann International Competition in Magdeburg (Sonderpreis für die beste Continuo-Aussetzung) und den ersten Preis gemeinsam mit Anne Freitag (Flšte) bei den Kammermusik Wettbewerben von L'Aquila und San Ginesio.
Als Solist und in Ensembles (Les Talens Lyriques, Bach Collegium Japan, Balthasar-Neumann Ensemble, Le Parlement de Musique u.a.) trat er bei zahlreichen bedeutenden Festivals und Konzertreihen auf. Sein Interesse gilt ebenfalls der zeitgenšssischen Musik wobei er regelmЧig mit dem Ensemble 2e2m zusammenarbeitet und auftritt.
Jean-Christophe Dijoux wurde 2019 zum Professor für historisch informierte Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik in Detmold und 2020 als Nachfolger von Robert Hill als Vorsitzender des Instituts für historisch informierte Aufführungspraxis an die Hochschule für Musik in Freiburg ernannt. Zudem wird er regelmЧig als Dozent bei Sommerakademien für Cembalo, Generalbass und Kammermusik eingeladen.
