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Jürg Kienberger

Jürg Kienberger, geboren in Sils-Maria, ist Musiker, Theaterschauspieler und Sänger. Als jüngstes Kind einer Hotelierfamilie im legendären Waldhaus aufgewachsen, kommt er früh mit Live-Musik in Berührung: Das Hotelorchester spielt gewissermassen in seinem Wohnzimmer und prägt seine musikalische Neugier mit einem reichen Repertoire an Kaffeehaus-Melodien.

Nach einem Studium der Germanistik und einer weitgehend autodidaktischen Ausbildung als Musiker arbeitet Kienberger seit 1984 als freischaffender «Musikspieler» an bedeutenden Bühnen, unter anderem in Zürich, Basel, Berlin und Hamburg.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Christoph Marthaler, mit dem er rund 40 Theater- und Opernproduktionen realisiert hat, darunter bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, an der Pariser Oper, in Avignon und in Grönland.

Gemeinsam mit Claudia Carigiet entwickelt er eigene Programme wie Menschsein macht müde, Ich bin ja so allein, Ich Biene ergo summ, Ich bin zum Glück zu zweit und AtemNoten. Darüber hinaus komponiert er Bühnenmusiken, unter anderem für das Einsiedler Welttheater und die Tellspiele in Altdorf.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Jürg Kienberger mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Salzburger Ehrenstier (2011), dem Schweizer Kleinkunstpreis (2014) und dem Schweizer Musikpreis (2017).