Die Bläsermusik, zunächst Feldmusik oder Harmonie genannt, hielt ab den 1760er Jahren Einzug in aristokratischen Kreisen. Haydn und Mozart schrieben einige dieser frühen Formen, meist für ein Paar Oboen, Hörner und ein Fagott. Mit der Hinzufügung von Klarinetten erlebte die Harmoniemusik unter Joseph II. ihre Blütezeit und prägte die österreichische, böhmische und süddeutsche Musikszene.
Das Repertoire der Harmoniemusik umfasste originale Stücke wie Partiten, Divertimenti oder Serenaden sowie Bearbeitungen bekannter Opernmusik. Dies eröffnete für jeden Geldbeutel die Möglichkeit, die neuesten und bekanntesten Werke des Musiktheaters zu hören.
Im Laufe der Zeit wurde die Bläsergruppe vergrössert, oft kamen Flöten, Trompeten und Pauken hinzu. Kaiserliche und adlige Höfe verloren in den 1820er Jahren jedoch ihr Interesse an Harmonien, bis auf wenige Ausnahmen, wie die 1816 von Friedrich August Karl 3. zu Hohenlohe-Oehringen gegründete Harmoniemusik. Seine Kapelle produzierte bis 1850 Arrangements für Bläser mit einem Repertoire von Mozarts Symphonien über Haydns Oratorien und Beethovens Meisterwerke bis hin zu Verdis Macbeth.
Ein glänzendes Beispiel für die Beherrschung der Harmoniemusik ist Rossinis Il Barbiere di Siviglia, arrangiert von Georg Schmitt um 1820, für 13 Bläser.
15.01.
2026
Donnerstag _ 19.30 Uhr
Don Bosco
Paul Sacher Saal
K2 _ Gioachino Rossini:
Il Barbiere di Siviglia
Oper in zwei Akten,
arrangiert für Harmoniemusik von Georg Schmitt (ca. 1820)
Durch den Abend begleitet Sie Deda Cristina Colonna.
Carles Cristóbal _ Fagott und Leitung
Tommaso Simonetta Sandri, Adele Mariniuk _ Flöte
Clara Hamberger, Josefa Winterfeld _ Oboe
Claudia Reyes, Kaspars Rumba _ Klarinette
Angel Alvarez, Hannah Cazzanelli _ Fagott
Damien Muller, Ruben Nudnik _ Horn
Martí Badia _ Posaune
Karol Onderko _ Trompete
Dominik Hempel _ Pauken
Owen McCready _ Kontrabass
Priit Peterson _ Gitarre
Don Bosco
Paul Sacher Saal
Waldenburgerstrasse 34
4052 Basel
Schweiz
